Netzunabhängige Photovoltaikanlagen

Sinnvolle Einsatzmöglichkeiten von netzunabhängigen PV-Anlagen (Inselanlagen) sind Orte, wo der Anschluss an das öffentliche Netz zu teuer oder nicht möglich wäre. Einsatzorte dieser Inselanlagen sind u. a. abgelegene Häuser/Höfe in ländlichen Gegenden, Wochenend- und Ferienhäuser, Berghütten, abseits gelegene Infrastruktureinrichtungen wie Pumpsysteme zur Trinkwasserförderung und Bewässerung, Notrufsäulen oder mobile Systeme für Wohnwagen und Boote.

Netzunabhängige PV-Anlage

Aufbau und Funktionsweise

Solargenerator (1)
Generatoranschlusskasten mit Trennstelle & Überspannungsschutz (2)
Gleichspannungsleitung (3)
Laderegler (4)
Batterie (5)
Wechselrichter (6)

Bei netzunabhängigen Photovoltaikanlagen ist ein System zur Energiespeicherung unverzichtbar. In der Regel werden Bleiakkumulatoren eingesetzt, da ihr Wirkungsgrad bei der Verarbeitung von großen und kleinen Ladeströmen hoch ist. Ein Laderegler schützt den Akku vor Überladung, eine Lastabwurfschaltung vor Tiefentladung.

Bei einer ganzjährigen Vollversorgung kann auf Hybrid-Systeme zurückgegriffen weden. Die PV-Anlage wird durch einen zweiten Stromgenerator ergänzt, der z. Bsp. von einem Windrad, Diesel- oder Biogasgenerator angetrieben wird. Auch hier kann auf eine zusätzliche Speicherung über Akkus nicht verzichtet werden. Um Wechselstrom verbrauchende Elektrogeräte benutzen zu können,wird ein Wechselrichter installiert.

Bei der Planung ist es wichtig die Inselanlage auf den vorraussichtlichen täglichen Energieverbrauch und der erzeugten Energie abzustimmen. Die Akkus decken in etwa einen Verbrauch von zwei bis drei Tagen, in Wintermonaten fünf Tage.

Die Akkus werden meist so ausgelegt, dass sie in etwa den Verbrauch von zwei bis drei Tagen voll decken können (bei Winterbetrieb fünf Tage).