Wie funktioniert eine thermische Solaranlage?

Wie bei einer Photovoltaikanlage ist auch hier das „Herzstück“ der Kollektor. Es gibt Flach- und Röhrenkollektoren. Der Kollektor dient zur Aufnahme des Sonnenlichts und wandelt dieses in Wärme um. Über dünne Kupferröhrchen, die mit spezieller Flüssigkeit gefüllten sind wird die Wärme in den Solarspeicher weitergeleitet. Dieser „Tank“ überträgt mit Hilfe eines Wärmetauschers die Wärme an das Brauchwasser. Eine Pumpe hält diesen Kreislauf in Bewegung.

Bei einer klassischen Solarthermie ist der Solarkreislauf vom Heizungskreislauf getrennt, aufgrund von zwei verschiedenen Leitmedien: Der Solarkflüssigkeit auf Glykol-Basis und Heizungswasser Somit benötigen Sie zwei Wärmetauscher im Wärmespeicher.

Solarthermie mit AquaSystem

Der Solarkollektor der „Solarthermie mit AquaSystem“ der Firma Paradigma arbeitet wie ein zweiter Heizkessel. Die solar gewonnene Energie wird direkt dem Heizungskreislauf zugeführt. Die Pumpe läuft in Intervallen und speist das heiße Wasser des Solarkollektors in den oberen Teil des Wärmespeichers, der so zu einem Schichtenspeicher wird.

Solarthermie mit Aquahydraulik

Im Kollektorkreislauf zirkuliert nur reines Wasser und ermöglicht so den direkten Anschluss an das Heizsystem.

Integrierte Frostschutzfunktion

Auch im Winter brauchen Sie keine Bedenken haben, dass die Kollektoren „kaputtfrieren“. Sobald der Temperaturfühler Minusgrage feststellt, schickt die Solarpumpe eine geringe Menge an erwärmten Wasser (ca. 10-15° C) durch den Solarkreislauf und verhindert das Einfrieren. Die Ertragsminderung ist äußerst gering und liegt bei ca. 3-4% des gesamten Ertrages. Er wird jedoch durch die Vorzüge des Wassers: Gute Viskosität und Wärmeleitfähigkeit (gegenüber der Solarflüssigkeit) deutlich aufgehoben. Zudem kann sich das Wasser beim Gefrieren problemlos in den Wellschläuchen ausdehnen und stellt auch bei einem Stromausfall im tiefsten Winter keine Gefahr dar. Paradigma als Hersteller selbst vergibt daher eine 10-Jahresgarantie auf Frostschäden.

Thermische Solaranlagen lassen sich problemlos in die vorhandene Gebäudetechnik integrieren. Das vorhandene Wärmesystem gewährleistet auch ausreichend warmes Wasser, wenn die Solaranlage keine oder zu geringe Energie liefert (z. Bsp. nachts). Eine moderne Solaranlage hat mind. 20 Jahre Lebensdauer, länger als ein konventioneller Heizkessel, und ergänzt das vorhandene Wärmesystem hervorragend.